Sabine Heymann ist Kulturjournalistin, Theaterkritikerin und Übersetzerin. 2001 – 2017 war sie Geschäftsführerin des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI), eines interdisziplinären Forschungszentrums an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Sabine Heymann übersetzt Theatertexte, Belletristik und Sachbücher aus dem Italienischen, Französischen, Spanischen und Englischen.

Als Kennerin der Theaterszene in Italien und China hat sie bei vielen internationalen Festivals, Projekten und Tagungen als wissenschaftliche und künstlerische Beraterin und Dramaturgin mitgewirkt. Lehraufträge und Vorträge führten sie u. a. an die FU Berlin, die Universitäten Mainz, Frankfurt/Main, Osnabrück, Marburg, die Institute für Germanistik und Angewandte Theaterwissenschaft (ATW)  der Universität Gießen, die Universität von Pavia, die Shanghai Theatre Academy, die Konfuzius Institute in Hamburg und Frankfurt, mehrfach an das deutsch-italienische Zentrum für europäische Exzellenz Villa Vigoni (Comer See), an Goethe-Institute, Theaterakademien und Theater in Deutschland, Europa, USA und China.

 

Neben dem italienischen Theater der Gegenwart (Avanguardia, Postdramatisches Theater, zeitgenössische italienische Dramatik, das Theater Pier Paolo Pasolinis) und dem performativen Theater zwischen Kunst und Politik (Urban Performances) gehört das Chinesische Theater der Gegenwart (Xiqu, Documentary Theatre, Performance-Theater) zu den Arbeitsschwerpunkten von Sabine Heymann. Im April 2017 gab sie mit Cao Kefei und Christoph Lepschy beim Alexander Verlag Berlin den Band "Zeitgenössisches Theater in China" heraus, der erstmals einen umfassenden Einblick in die Facetten des chinesischen Theaters der Gegenwart gibt. Profilierte Theaterkünstler*innen und -wissenschaftler*innen aus China und Deutschland formulieren hier ihre Perspektiven auf die chinesische Theaterlandschaft und schreiben über philosophische, historische, gesellschaftliche, kulturelle Voraussetzungen, über das spezifische Verhältnis von Körper und Sprache, über Grenzpolitik und Grenzüberschreitungen, über Chancen und Schwierigkeiten transkultureller Begegnungen. Das Buch ist bei Kritik und Kennern der Szene auf überaus positive Resonanz gestoßen, er gilt schon jetzt als Standardwerk, mit dem Theatergeschichte geschrieben wurde.

 

Nach Redaktionsvolontariat, Studium der Germanistik/Romanistik, ersten Jahren als Theaterkritikerin für Tageszeitungen und als Kulturberichterstatterin für Radio- und Fernsehsendungen begann Sabine Heymann1981 ihre Arbeit als Kulturkorrespondentin in Rom für die Frankfurter Rundschau, Theater heute und Die Deutsche Bühne sowie die Radiosender hr, WDR, Deutschlandfunk. 1995 kehrte sie nach Deutschland zurück und ging an die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Bonn), wo sie in der kurzen Zeit bis 1996 als Kuratorin von Begleitprogrammen zu den Ausstellungen Sarkis, Im Lichte des Halbmonds, Moderna Museet Stockholm, Claes Oldenburg, Future Garden arbeitete. 1996–1998 war sie Persönliche Referentin des Präsidenten der Justus-Liebig-Universität, 1998–2001 als Medienreferentin der Gießener Universität maßgeblich am Aufbau des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI) beteiligt, eines interdisziplinären Forschungszentrums zu medien- und kulturwissenschaftlichen Aspekten von Interaktivität und digitalen Medien, dessen Geschäftsführerin sie seit der Gründung von 2001 bis 2017 war. Über die Gründungs- und Aufbauzeit des Zentrums gibt sie Auskunft in dem ZMI-Video "Drei Fragen an Sabine Heymann". Ihre publizistischen Aktivitäten setzte sie auch nach der Rückkehr aus Italien fort (Theater heute, Der Tagesspiegel und Frankfurter Rundschau).

 

PROFIL

 
(C) Sabine Heymann 2019